FEMFAT inside ANSYS – bevorstehender Release in Kürze

Mit der ANSYS Workbench steht ein hochintegriertes Werkzeug für Berechnungsingenieure für eine Vielzahl von Finite Elemente Analysen zur Verfügung. Daher war es naheliegend, ein hochwertiges Werkzeug zur Betriebsfestigkeitsanalyse auf komfortable Weise zu integrieren. Mit der ACT-Extension „FEMFAT inside ANSYS“ in der ANSYS Workbench (WB) Umgebung ergeben sich damit folgende Vorteile: 

  • Durchgehender Workflow auf der Workbench Projektebene
  • FEMFAT Benutzeroberfläche analog zu ANSYS Mechanical
  • Zugriff auf den Parameter Manager für die Nutzung des Design Explorers oder anderer Optimierungstools
  • Eigenschaften werden auf Basis der Geometrie von ANSYS Mechanical definiert
  • Schweißnahtdefinition auf der Bauteil-Geometrie und unabhängig von der Vernetzung
  • Optionale Möglichkeit der Darstellung der Berechnungsergebnisse in Mechanical
  • Optionale Möglichkeit der Überprüfung des Projekts in der FEMFAT GUI
  • Integration von Job File Commands (alle FEMFAT Funktionen)
  • Verbessertes Datenmanagement, um verschiedene FEMFAT Simulationssysteme innerhalb eines Projekts nach einem vordefinierten Schema der Workbench-Datenstruktur abzulegen

Die Betriebsfestigkeits-Simulation mit FEMFAT inside ANSYS setzt 

  • eine gültige FEMFAT basic Lizenz (ECS-Lizenzierungssysteme LMX und LSP werden unterstützt),
  • eine für Ihre ANSYS WB Version kompatible Extension und eine dazugehörige,
  • kompatible FEMFAT Version

voraus. Für die Verwendung von FEMFAT inside Ansys ist keine zusätzliche Lizenz erforderlich. Es werden nur die Module BASIC und evtl. Zusatzmodule benötigt. Die aktuelle „FEMFAT inside ANSYS“ Extension in Version 1.1 sowie ANSYS WB 18.2, 19.0 und 19.1 sind ausschließlich mit FEMFAT 5.3 und 5.3a kompatibel.

Die Installation erfolgt einfach über eine .wbex-Datei, die auf der FEMFAT Homepage www.femfat.com unter Downloads verfügbar ist. Anschließend sind die unterschiedlichen FEMFAT-Simulationssysteme auf der Projektebene sichtbar (siehe Abbildung 1). Die Systeme sind analog zur FEMFAT GUI implementiert, d.h. für eine FEMFAT basic Berechnung müssen bereits die FE Simulationen auf der Projektebene verfügbar sein, nicht jedoch die FE-Berechnungsergebnisse selbst.

 

Abb. 1: FEMFAT Systeme auf der Projektebene von ANSYS WB

Eine Besonderheit stellt das System „Data Transfer“ dar: Dieses überwacht den Workflow (siehe Abbildung 2) und stellt sicher, dass nur mit der jeweiligen FEMFAT Simulationsmethode kompatible Systeme verbunden werden können (z.B. benötigt SPECTRAL Spannungen aus einer Modalanalyse). 

Abb. 2: Workflow auf Projektebene für eine BASIC Berechnung

Nach der Definition eines gültigen Workflow wird der FEMFAT Job in ANSYS Mechanical implementiert. Auch hier wurde bei der Umsetzung auf einen analogen Aufbau zur FEMFAT GUI geachtet (siehe Abbildung 3). 

Abb. 3: Aufbau der FEMFAT basic-Definition in ANSYS Mechanical

Ein paar Besonderheiten seien hier auszugsweise angeführt:

  • Die Extension erzeugt automatisch die .cdb-Strukturdatei, selbst wenn die FE-Berechnung bereits durchgeführt wurde.
  • Eigenschaften können direkt auf der CAD-Struktur definiert werden, alternativ können auch Gruppen (Named Selections) ausgewählt werden.
  • Alle Parameter, die über einen Zahlenwert definiert werden können, können in einem Workflow für die Auswertung von DesignPoint oder Optimierungssoftware direkt herangezogen werden. 

Für weitere Details möchten wir abschließend auf die Getting-Started, Beispielworkflows und das FEMFAT inside ANSYS Handbuch verweisen, welche ebenfalls im Downloadbereich der Homepage verfügbar sind. 

Das Standardtraining am 5. und 6. Februar 2019 und das Advanced Training (SPECTRAL) am 7. Februar 2019 (im ECS) werden unter besonderer Berücksichtigung der Erweiterung FEMFAT in ANSYS durchgeführt.