FEMFAT User Meeting in China 2018

Gleich anschließend an das japanische FEMFAT User Meeting ging es weiter zum chinesischen FEMFAT User Meeting, welches eine Woche später - am 12. und 13. Juni 2018 - im Eton Hotel in Shanghai stattfand. Über 100 Teilnehmer von 48 Firmen – überwiegend Fahrzeughersteller und Zulieferbetriebe – trafen sich nun schon zum fünften Mal, um ihre Erfahrungen mit FEMFAT untereinander zu teilen.

Die thematische Bandbreite der Anwendervorträge reichte von thermomechanischer Ermüdung bei Motoranwendungen über die Berechnung von vibrationsbelasteten Anbauteilen und Konsolen, Alu-Gussbauteilen am Hilfsrahmen, bis zur Bewertung von Hydraulikkolben und Kurbelwellen.

Am zweiten Tag wurden von uns im Rahmen des Workshops wieder komplexere Anwendungen präsentiert. Zum Beispiel wurde anhand der Analyse eines Motorlagers aus Gummi gezeigt, wie man mit Hilfe des Tools ELASTOLOADS und ChannelMAX bei relativ geringem Berechnungsaufwand trotz nichtlinearen Verformungsverhaltens beliebig lange Zeitreihen analysieren kann. Ein weiterer Schwerpunkt war die Betriebsfestigkeitsbewertung rotierender Bauteile. Hier wurde am Beispiel eines Differenzialgehäuses demonstriert, wie man den am Umfang veränderlichen Zahnengriff in der Lebensdauerbewertung berücksichtigen kann. Abgerundet wurde das Workshop-Programm mit detaillierten Informationen zur Bewertung von volumsvernetzten Schweißverbindungen und zur neuen SPOT Datenbank.

Alle englischen Vorträge wurden von unserem Kollegen und FEMFAT-Vertriebspartner in Shanghai, Wenxuan Zhang, nahezu simultan ins chinesische übersetzt. Das hat besonders bei den Leuten von ESI große Bewunderung hervorgerufen, da in dem Vortrag von Willem van Hal über die Kopplung der Fertigungsprozesssimulation mit PamStamp und Sysweld mit der Betriebsfestigkeitsberechnung die Fachbegriffe eine große Herausforderung für jeden Übersetzer darstellten.

Ein großer Dank gebührt daher Wenxuan und seinem Team, die mit tollem Einsatz das Gelingen dieses User Meetings ermöglicht haben.

Helmut Dannbauer überreichte jedem Vortragenden ein kleines Andenken aus Österreich