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Vorschau auf FEMFAT 5.3

WELD für SPECTRAL

Im Zuge der sukzessiven Erweiterung des Funktionsumfanges von SPECTRAL konnte das im Zeitbereich äußerst bewährte Kerbspannungskonzept  erfolgreich auf den Frequenzbereich übertragen werden.

Die größte Herausforderung stellte dabei die Definition einer geeigneten Vergleichsspannungs-PSD dar. Die bekannten Methoden im Zeitbereich (z.B. DIN 15018, BS7608, …) basieren naturgemäß auf im Allgemeinen zeitabhängigen Größen (Kerbfaktoren). Ausgehend von der Berechnung der Schädigung über den Auslastungsgrad im Zeitbereich konnte im Rahmen eines internen Forschungsprojektes eine äquivalente Berechnungsmethode im Frequenzbereich entwickelt werden.

Somit können ab FEMFAT 5.3 in SPECTRAL im selben Berechnungslauf Grundmaterial sowie Schweißnähte bewertet werden – was die  Vormachtstellung von SPECTRAL im Bereich der frequenzbasierten Lebensdaueranalyse deutlich untermauert bzw. weiter ausbaut.

Abbildung 1: Weld für SPECTRAL - Schweißnahtdefinition

Abbildung 2: Weld für SPECTRAL - Schädigungsergebnisse

 

SPOT-Datenbank

Auch für SPOT bringt die neue FEMFAT-Version zahlreiche Verbesserungen. Herausragend ist sicherlich die Umstellung auf die neue, flexiblere SPOT-Datenbank. Zunächst fällt auf, dass die bisherige SPOT-Datenbank durch eine xml-Datei ersetzt worden ist. Diese erlaubt nun die flexible Definition von FEMFAT Spot-Verbindungen, z.B. Verwendung unterschiedlicher Verbindungstypen (Spotweld, Rivets) und Vergleichsspannungen im selben Berechnungslauf oder separate Materialzuweisungen für jedes Blech einer Verbindung etc. Außerdem können speziell für die Bewertung von Schraubverbindungen insgesamt dreireihige Rondenelemente erzeugt (Remesher oder ANSA) und analysiert werden.

Abbildung 3: Spot Weld

flexible Definition der Wöhlerlinien-Neigung

Ein häufig geäußerter Kundenwunsch betrifft die benutzerdefinierte Vorgabe der Wöhlerlinien-Neigung k2 nach dem Knickpunkt. Es freut uns daher besonders, mit FEMFAT 5.3 diesem Wunsch weitgehend nachkommen zu können. Ausgehend von der Neigung k1 im Zeitfestigkeitsbereich berechnet sich die Neigung nach dem Knick durch k2=a*k1+b. Dabei sind a und b durch den Anwender vorgebbare Konstanten, mit den wohlbekannten Standardbelegungen a=2 und b=-1 für „Miner modifiziert“.

 

FEMFAT weitere Feature

  • MAX: neuer, verbesserter Schnittebenenfilter
  • Indikator für die lokale Netzqualität
  • VISUALIZER: ◦Elementsuche
    • Highlighten von Schweißnaht
    • Verbesserte Schweißnaht-Definition
  • Bewertung von Klebeverbindungen
  • Knotengemittelte Spannungen aus MEDINA können eingelesen werden
  • Für Randschichtmodelle kann ab sofort die Streuspanne separat spezifiziert werden
  • ALTAIR H3D: Tabular Format wird unterstützt
  • Stückweise Definition der Stützziffer in Abhängigkeit vom relativen Spannungsgradienten
  • ADVC Schnittstelle: ab sofort wird der (v.a. in Japan weit verbreitete) Solver unterstützt