Newsletter Artikel 28/2019

FAQ 1

Was ist bei der Verwendung des benutzerdefinierten Temperatureinflusses zu beachten?

In zahlreichen Anwendungen treten erhöhte Temperaturen auf. Um diese in der Lebensdaueranalyse zu berücksichtigen, muss zunächst die isotherme Temperatur bei den Knoteneigenschaften angegeben oder eine Temperaturverteilung als FE-Ergebnis eingelesen werden. Im nächsten Schritt ist der Einflussfaktor „Isothermer Temperatureinfluss“ zu aktivieren.

Standardmäßig erfolgt dann die Abminderung der Festigkeitskennwerte gemäß der an die FKM angelehnte Methode „FEMFAT 4.6“.

Darüber hinaus bietet FEMFAT die Möglichkeit, das Werkstoffverhalten bei höheren Temperaturen benutzerdefiniert vorzugeben. So kann das temperaturabhängige Verhalten nicht nur für die statischen und dynamischen Festigkeitswerte, sondern auch für die Wöhlerlinien-Parameter, den E-Modul und den zyklischen Verfestigungskoeffizient bzw. –exponent spezifiziert werden.

Bei aller Flexibilität ist jedoch festzuhalten, dass nicht alle dieser Eingabemöglichkeiten zwingend erforderlich sind. Die Mindestanforderung zur Verwendung des benutzerdefinierten Temperatureinflusses ist die Vorgabe der temperaturabhängigen Werte für E-Modul sowie Zugfestigkeit und Zug/ Druck-Wechselfestigkeit. Die übrigen Festigkeitskennwerte werden dann automatisch – falls nicht spezifiziert – proportional zu diesen Werten abgemindert oder konstant gehalten, s. auch die folgende Abbildung.